Im zweiten Teil werden Lösungen für die Widersprüche aufgezeigt und Wissenswertes zum Nachdenken über die Realität dargeboten

Im ersten Teiles habe ich hoffentlich verständlich aufgezeigt, dass die Aussagen der Evolutionsbiologie z.T. erheblich mit den empirischen Daten und Gegebenheiten kollidieren und dass die DNS-Codierung mehr Fragen aufwirft, als sie beantworten kann. Die DNS-Codierung ist nur für die Grundbausteine des Lebens gemacht, alle Baupläne der Organismen, die Embryonalentwicklung und alle vegetativen und instinktiven Funktionalitäten der Lebewesen sind nicht im 3-dimensionalen Code der DNS enthalten.


In diesem zweiten Teil des Essays werde ich die enge Sichtweise der Evolutionsbiologen verlassen, damit ich mein Versprechen einhalten kann, Lösungen für die Fehler und Widersprüche aufzuzeigen.
Es ist nicht verwunderlich, dass die aufgezeigten Widersprüche von der Mehrheit der Biologen und interessierten Laien nicht gesehen werden. Wie in jeder anderen Wissenschaft auch geht durch die Spezialisierung oft der Gesamtblick verloren und man beschäftigt sich nicht mehr mit den Grundaussagen. Die Beschäftigung mit evolutionskritischen Fragen wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die wissenschaftliche Karriere zerstören oder stark beeinträchtigen.
Nun habe ich den Vorteil, meine nicht vorhandene wissenschaftliche Karriere nicht zu gefährden und einen offenen Blick für alternative Lösungen zu haben.


Dieser zweite Teil lässt sich nicht so einfach strukturieren. Aus der unendlichen Fülle der zur Verfügung stehenden Informationen möchte ich anhand sehr weniger ausgesuchter Bereiche zeigen, dass es am Rand und parallel zur Wissenschaft andere und ergänzende Erklärungsmöglichkeiten und Erkenntniswege gibt. Auch außerhalb der offiziellen Wissenschaft und des religiösen Glaubens gibt es viel Neues zu entdecken.
Folgende Einteilung bildet eine Orientierung für den zweiten Teil. Die Reihenfolge ist insofern wichtig, dass man von der Wissenschaft kommend langsam auch andere Realitätsbereiche integrieren kann:
 

Wichtiger Hinweis:
Sucht man in Nachschlagewerken nach Namen und Begriffen, die hier im zweiten Teil verwendet werden, erhält man oft Definitionen und Erläuterungen, die nicht oder nur zum Teil mit der Wirklichkeit übereinstimmen, da revolutionär neue Ideen gern mit einem fiktiven Makel (wie unwissenschaftlich, esoterisch) versehen werden, um die Beschäftigung damit zu unterbinden. Es ist eine Art Abschirmung des Systems vor grundlegenden Veränderungen. Der beste Weg ist natürlich der, die Originalquellen und dann auch die Gegendarstellungen zu lesen, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Leider wird dieser Weg heute oft aus Bequemlichkeitsgründen nicht mehr gegangen. Noch besser ist es, eigene Untersuchungen und Überlegungen anzustellen.


Es ist bekannt, dass man seine Anschauung der Dinge und der Welt nicht so einfach wechselt. Eine falsche Information, die aber mit der eigenen momentanen Weltansicht konform geht, wird viel eher akzeptiert, als eine Information, die im Widerspruch zur eigenen Weltanschauung, aber der Wahrheit näher steht. Es ist eine Art Weltbildprogrammierung, die nur langsam durch eine andere ersetzt werden kann. Nach diesem Prozess des eigenen Paradigmenwandels sieht alles wieder klar aus und es ist verblüffend, warum man nicht schon vorher das Naheliegende gesehen hat.
Es ist eine Tatsache, dass jeder Mensch als Basis seines Denkens einen grundlegenden Glauben besitzt, der erst einmal von anderen Menschen, der Gesellschaft und der Kultur übernommen worden ist. Erst danach kann dieser grundsätzliche weltanschauliche oder religiöse Glaube bestätigt, hinterfragt und durch eigene Erkenntnisprozesse gewandelt werden.


Vergessen wir nicht: Die wissenschaftliche Betrachtungsweise, die Methodiken und die Prinzipien der Naturwissenschaft sind wie eine Art Schablone, mit der nur Teile der Realität betrachtet und erkannt werden können. Außerhalb dieser Schablone gibt es Welten zu entdecken.
Hier ein Beispiel für dieses Schablonendenken:


"Die Evolutionstheorie ist eine weltweit anerkannte Theorie, nicht, weil sie bewiesen werden könnte, sondern, weil sie die einzige Alternative zur Schöpfung ist, an welche wir nicht glauben wollen."
Prof. Dr. James Dewey Watson (* 6. April 1928 in Chicago, Biochemiker, 1962 Nobelpreis für Medizin)


Erstens ist die Evolutionsbiologie nicht die einzige Alternative, um die Entstehung und Entwicklung des Lebens zu erklären, und zweitens zeigt hier der Herr Watson eine sehr eingeschränkte Sicht auf eine mögliche Schöpfungserklärung, die sicher durch religiöse Konfessionen entstanden ist.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass es eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern gibt, die kritisch zur darwinistischen Position eingestellt und nicht überzeugt sind, dass die Evolutionsfaktoren die Komplexität des Lebens erklären können.

In einer Liste, die vom Discovery Institute geführt wird, einer Denkfabrik, die die Ideen des Kreationismus und des Intelligent Designs fördert, waren 2006 über 500 Wissenschaftler eingetragen, während es 2016 bereits über 1000 Wissenschaftler sind, die ihre kritische Haltung gegenüber der Evolutionstheorie bekunden (www.dissentfromdarwin.org):


"Wir sind skeptisch gegenüber Behauptungen, dass zufällige Mutationen und natürliche Selektion die Komplexität des Lebens erklären könnten. Eine sorgfältige Untersuchung der Beweise für die darwinistische Theorie sollte gefördert werden."


Die Zahl der Wissenschaftler, die mit der Evolutionsbiologie auf Distanz gehen, ist wesentlich höher.

Ich werde dem sonst üblichen Kontrastprogramm


Evolutionsbiologie vs. religiöser Schöpfungsglaube nicht folgen.


So lauten z. B. zwei Zitate des Biologen Richard Dawkins:

 

  1. "Atheismus ist fast immer ein Zeichen für eine gesunde geistige Unabhängigkeit und sogar für einen gesunden Geist." (Der Gotteswahn, Ullstein Verlag, 2007, ISBN 3550086881)

  2. "Die Bibel ist in großen Teilen nicht systematisch böse, sondern einfach nur grotesk. Nichts anderes erwartet man von einer chaotisch zusammengestoppelten Anthologie zusammenhangloser Schriften, die von Hunderten anonymer Autoren, Herausgebern und Kopisten verfasst, umgearbeitet, übersetzt, verfälscht und 'verbessert' wurden von Personen, die wir nicht kennen, die sich auch meist untereinander nicht kannten und deren Lebenszeiten sich über neun Jahrhunderte erstrecken." (dito)

 

Ich sehe hier vor allem eine ideologische und z. T. fundamentalistische Auseinandersetzung, die bisher vielerorts zu keiner fruchtbaren Zusammenarbeit oder wenigstens zur Toleranz im Sinne von "sowohl als auch" geführt hat.

Ich achte religiöse Menschen, die ihren Glauben an Gott und Jesus Christus oder einem anderen Propheten gefunden haben und in ihrem Wirkungskreis wahre Menschlichkeit leben, die natürlichen Ressourcen schonen und überhaupt zur Verbesserung dieser Welt beitragen. Dieser religiöse Glaube und die gelebte Menschlichkeit sind nicht von vornherein an eine Kirche gebunden.


Zu den kirchlich sanktionierten Religionen fand ich einen für mich passenden Spruch von P'taah ("P'TAAH Das Geschenk" ANSATA, 2. Auflage 2000, ISBN 3-7787-7061-6):


"Was ihr auf eurer Ebene ‚Religion' nennt,
hat nichts mit den spirituellen Wahrheiten der Universen zu tun,
die keine Zeremonien, Vorschriften oder Rituale erfordern.
Religion ist ein Instrument der Versklavung,
um euch in Ketten und unter Kontrolle zu halten,
um euch die souveräne und freie Ausübung eurer eigenen Macht
nie kennenlernen zu lassen.
Das hat seine Gültigkeit. Ihr habt es erschaffen,
aber für eure Erleuchtung ist es nicht notwendig."