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Stand der Evolutionsbiologie

Hier wird ein sehr kurzer Überblick über die allgemeinen Aussagen der Evolutionsbiologie gegeben.

Abbildung 1: Charles Darwin

Hier reicht es aus meiner Sicht völlig aus, nur einen ganz groben Überblick zu geben, da weiterführendes Wissen für die folgenden Ausführungen keine unmittelbare Relevanz besitzt.
Die Evolutionsbiologie als Zweig der Biologie hat seit der Veröffentlichung des Werkes "Über die Entstehung der Arten" von Charles Robert Darwin im Jahre 1859 selbst eine Reihe evolutionärer Veränderungen durch die große Forschergemeinschaft der Evolutionsbiologen erfahren.

Der Naturforscher Alfred Russel Wallace hatte parallel und z. T. in Zusammenarbeit mit Charles Darwin auch den Entwicklungsgedanken (natürliche Selektion) ausgearbeitet. 

 

Hier die einzelnen Bestandteile der Theorie von Charles Darwin (Wikipedia)

  1. die Evolution als solche, die Veränderlichkeit der Arten

  2. die gemeinsame Abstammung aller Lebewesen

  3. der Gradualismus: die Entstehung von neuen Arten ist ein allmählicher Prozess und geschieht nicht sprunghaft

  4. die Vermehrung der Arten beziehungsweise die Artbildung in Populationen (Fortpflanzungsgemeinschaften)

  5. und die natürliche Selektion als wichtigsten, wenn auch nicht einzigen Mechanismus der Evolution.

Durch Einbeziehung und Entwicklung von anderen Teildisziplinen der Biologie wurde über einen längeren Zeitrahmen hinweg die umfassendere Synthetische Evolutionstheorie geschaffen, also Darwins Theorien weiter ausgebaut, insbesondere durch die Genetik, Populationsbiologie, Paläontologie, Zoologie, Botanik, Systematik u.a.

Die Synthetische Evolutionstheorie geht von sechs zentralen Evolutionsfaktoren aus, die sowohl die Entstehung von Arten, als auch deren phänotypische und genotypische Zusammensetzung erklären.

  • Phänotypisch: das Erscheinungsbild eines Individuums [den Phänotyp] betreffend.

  • Genotypisch: Alle in den Genen festgelegten Erbinformationen bilden in ihrer Gesamtheit den Genotyp.

Die Evolutionsfaktoren sind grundsätzlich nicht zweck- bzw. zielorientiert:

Evolutionsfaktoren.jpg

Abbildung 2: Evolutionsfaktoren

  • Mutation
    Bei einer Mutation wird das Erbgut verändert. Mutationen treten zufällig und ungerichtet auf.
    Mutation sorgt für Artenvielfalt und mehr Variabilität und ist damit einer der wichtigsten Evolutionsfaktoren.

  • Selektion
    Selektion (lat. selectio = Auswahl) lässt sich in natürliche Selektion, sexuelle Selektion und künstliche Selektion unterscheiden.

  • Rekombination
    Durch Rekombination wird das vorhandene genetische Material neu gemischt und es kommt
    zu neuen Gen- und Merkmalskombinationen. Rekombination und Mutation verursachen die genetische Variabilität innerhalb einer Population. Die genetische Variabilität ist wiederum die Basis für die Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen.

Folgende vier Faktoren sind für diesen Beitrag nicht so wichtig!

  • Gendrift
    Gendrift ist die zufällige Veränderung der Genhäufigkeit innerhalb einer Population. Durch geringfügige Variationen in der Basensequenz der DNS entstehen verschiedene Ausprägungsformen (Allele) von Genen.

  • Isolation
    Durch reproduktive Isolation wird der Genfluss zwischen Populationen bzw. einem oder mehreren Individuum mit einer Population verhindert.
    Beispiele für Isolationsmechanismen sind: zeitliche, physiologische, ökologische, geografische, verhaltensbedingte und genetische Isolation.

  • Migration
    Beitritt oder Verlassen einzelner Individuen einer Population

Mittlerweile hat sich auch die Epigenetik einen Platz in der Evolutionsbiologie errungen, die von einer Vererbung von Prägungen, also z. B. Umweltfaktoren, ohne Änderung der Gen-Sequenz in der DNS ausgeht. Doch das ist ein Abenteuer für sich und enthält auch wesentliche Widersprüche!